Barrierefreiheit - mehr als ein tabellenloses Layout
Immer wieder fällt uns auf, dass man barrierfreies Webdesign mit tabellenlosem Layout gleichsetzt. Dies allein reicht jedoch nicht aus, um eine Seite vollständig zugänglich zu gestalten.
Die Gestaltung einer Seite fängt mit dem Konzept an. Die logische Strukturierung der Inhalte ist je nach Umfang der Inhalte eine der größten Herausforderungen.
Barrierfreiheit kann man nicht isoliert betrachten. Eine Seite kann allen technischen Kriterien der Barrierfreiheit genügen, ihre Inhalte können aber auf Grund von unzureichender Strukturierung dennoch unzugänglich sein.
Wir müssen uns fragen: Wie sieht es genau mit unserer Zielgruppe aus? Welche Voraussetzungen bringen unsere potienziellen Nutzer mit? (Frauen surfen anders als Männer. Junge Menschen anders als ältere Menschen. Geübte anders als Ungeübte.) Wie bewegen sich diese potenziellen Nutzer auf unserer Seite, welche Inhalte werden erwartet und in welchem Zusammenhang sollten diese präsentiert werden. Welche Technik wird genutzt?
Die Usabilityforschung beschäftigt sich mit der Forschung des potenziellen Nutzerverhaltens.
Gutes Webdesign zeichnet sich durch ein gutes Usabilityverständnis aus, die grafische Gestaltung und die inhaltliche Strukturierung unterstützen den Benutzer bei der Aufnahme der angebotenen Informationen.
Innovative Designs und eine ungewöhnliche Benutzerführung können je nach Zielgruppe durchaus ihre Berechtigung haben, wir dürfen allerdings nicht vergessen, dass wir unsere Seite gestaltet haben. Stunden damit zugebracht haben, sie zu entwickeln, sie wie unsere Westentasche kennen. Studien haben ergeben, dass der durchschnittliche User maximal 4 Minuten seiner Zeit opfert, um gesuchte Inhalte zu finden und dann frustiert aufgibt.